Sabre de Chasseur à pied

Moderator: Pêcheur

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Sabre de Chasseur à pied

Beitrag von Pêcheur »

Säbel der Jäger zu Fuß (Sabre de Chasseur à pied), Revolution.

Messinggefäß mit der Darstellung eines Chasseurhornes mit darin befindlicher Jakobinermütze. Große Griffkappe mit ungeöffneter Vernietung der Klinge. Griffhilze aus Holz, mit Leder bezogen und Wicklung aus Messingdraht.
Interessant ist die Ähnlichkeit zum Gefäß des Säbels der Mineure. Es ist nahezu baugleich und weist ebenfalls die beiden S-förmigen Spangen auf.

Klinge á la Montmorency (siehe auch meinen Eintrag zum Sabre d‘officier de Grenadiers de la Garde Nationale de Paris). Die Klinge ist 720 mm lang und 35 mm breit. Die Pfeilhöhe beträgt ca. 20 mm.

Die Scheide ist aus Leder, Mund- und Ortblech bestehen aus Messing.

Diese Säbel wurden zwischen 1789 und 1795 gefertigt. Dank der (leider verputzten) Kontrolleursmarke auf der Klinge (MR oder MK) kann der Säbel eindeutig zugeordnet werden. Diese Marke wurde von Monsieur de Cabannes verwendet. De Cabannes war von 1791 bis 1792 stellvertretender Direktor der Manufacture d‘armes de Klingenthal. Der Stempel MR wurde von ihm nur im Jahr 1791 genutzt; 1792 und 1793 nutzte er den Stempel MK.

Siehe hierzu auch:
Lhoste / Resek: „Les Sabres portés par l‘Armée Française“, S.332
Lhoste / Buigne: „Armes blanches - Symbolisme, inscriptions, marquages, fourbisseurs, manufactures“, S. 236
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Beitrag von Pêcheur »

Gefäß.
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Beitrag von Pêcheur »

Sogenannte Cravate de sabre aus rotem Filzstoff (Stoßschutz für das Gefäß). Original erhalten.
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Beitrag von Pêcheur »

Klinge á la Montmorency mit Kontrolleursmarke MR oder MK (Klingenthaler Fertigung). Klingenrücken ohne Gravur.
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Beitrag von Pêcheur »

Originale Lederscheide mit Messingbeschlägen. Mundblech mit Messingknopf für die Befestigung der Scheide im Bandolier sowie mit zusätzlichem Ring.
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Beitrag von Pêcheur »

Von links nach rechts: Säbel für Mineure, Grenadiere und Chasseure, Revolution. Deutlich sieht man die Ähnlichkeit der Gefäße. Die Griffkappen gab es in unterschiedlichen Ausführungen (glatt, mit stilisiertem Helm oder Jakobinermütze). Alle diese Säbel haben Klingen á la Montmorency.
Foto:
Blondieau: „Sabres Français 1680-1814“, S. 159
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