Regelement Zündnadelgewehr

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Regelement Zündnadelgewehr

Beitrag von Tiziateur »

Da wir hier in der Sparte Reglements sind, dachte ich mir würde es für Reenactoren passen, wenn ich den Zündnadelgewehrdrill hier auch poste.
Ich wurde darauf in der 1864er Szene schon mehrfach angesprochen.
Ein neuartiges Gewehr bedurfte auch einer speziellen Handhabung.
Etwa 360.000 wurden hergestellt.
Dateianhänge
_TA 60.pdf
Drill Zündnadel
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Re: Regelement Zündnadelgewehr

Beitrag von Tiziateur »

Hallo,

ich habe im Internet noch ein Bild gefunden, welches ich hier im Zusammenhang mit dem Dreyse Zündnadelgewehr posten wollte.
Es ist ein Bild aus dem Jahre 1909 und zeigt ein Denkmal in Sömmerda von dem Herrn Dreyse dem Erfinder des Gewehres.
Es wurden ca. 600.000 von diesen Zündnadelgewehren gebaut. Es gab auch für die Reiterei verkürzte Zündnadel Karabiner. Beide wurden in das preussische Herr eingeführt.
Das Dreyse Gewehr war 1864 den dänischen Minie- Büchsen von 1822, hauptsächlich Umbauten aus frz Charleville Steinschlossgewehren nun als Perkussionsbüchsen,weit überlegen. Benötigte man für das Zündnadelgewehr 6 Handgriffe um es aus jeder beliebigen Position von hinten zu laden, benötigte man für die Minie Büchse 10 Handgriffe, um es von vorne zu laden, als Vorderlader. Dies war am besten im Stehen auszuführen.
Das gleiche galt 1866 gegen Österreich,mit Ihrem Perkussion Lorenz Gewehr, dort waren ähnliche Verhältnisse.
Für 1870/71 galt dies nicht mehr, hier hatten die Franzosen bereits das bessere Gewehr, das Chassepot. Auch ein Hinterlader, es hatte weniger Störungen als das Dreyse Zündnadel.
Eine der Hauptstörungen des Dreyse Zündnadelgewehres war das die lange Zündnadel, durch Überhitzung zum abbrechen neigte. Der Soldat hatte zwar immer Reservenadeln dabei, jedoch eine in der Hitze des Gefechtes zu wechseln, bedurfte eines Zeitaufwandes.
Die lange Zündnadel fuhr immer durch die Pulverfüllung um auf das Zündplättchen hinter der Kugel zu treffen. Dann entzündete sich das Pulver, während die Nadel noch darin steckte und bei starken Dauerfeuer somit überhitzte.

Die Erfolge von 1864 gegen Dänemark und 1866 gegen Österreich waren der überlegenen preussischen Artillerie, der überlegenen preussischen Führung, also dem Offizierskors sowie besonders auch dem Dreyse Gewehr zu verdanken.
Dateianhänge
CCF26032020.pdf
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